Das Bewegungssystem nach Liebscher & Bracht

Wie ist es entstanden?

Das gesamte Bewegungssystem hat sich aus der Kampfkunst entwickelt und wurde früher als Wing Tsun-ChiKung ausschließlich innerhalb des Kampfsportverbandes der EWTO entwickelt und gelehrt. Damals bestand es aus einem drei- bis vierstufigen Ausbildungsprogramm.

 

2008 entschied sich Roland Liebscher-Bracht, dieses System als LNB-Motion, die Bewegungslehre nach Liebscher & Bracht in Seminaren an alle weiterzugeben, die es erlernen wollten. Struktur und Systematik der LNB-Motion Ausbildung wurden im Vorfeld überarbeitet, verfeinert, ausgeweitet. Als ein Modul der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht war es neben der Gesundheitslehre nach Liebscher & Bracht ein eigenständiger Zweig in den damaligen Ausbildungen. Inhaltlich wurden die ersten beiden Stufen des WT-ChiKung unterrichtet und es gab  QualitätssicherungsPrüfungen für die ausgebildeten C und B-Trainer. Bis 2015 wurden von Liebscher & Bracht die LNB-Motion Ausbildungen angeboten.

2015-2016 kamen die Inhalte wieder auf den Prüfstand und die Bewegungstherapie nach Liebscher  & Bracht mit dem Schwerpunkt auf den therapeutischen Aspekten war das Ergebnis. 

 

Folgerichtig gibt es seit 2016 das FaszienYoga (fayo) als den Zweig, der den Gedanken der Vorsorge und das neue Bewusstsein über die Wichtigkeit des Bindegwebes (der Faszien) für den Körper vereint.  

 

Ich habe das System 2007 bereits in den ersten Grundlagen innerhalb des Kampfsportverbandes in allen 3 Stufen erlernt. Bei Liebscher & Bracht war ich von Anfang an dabei, von 2013 bis 2016 als Dozentin und Prüferin für die LNB-Motion und Bewegungstherapie Ausbildungen mit den entsprechenden Inhalten. 

 

Seit 2008 unterrichte ich die Bewegungslehre nach Liebscher & Bracht. In meinen Unterricht fließt das komplette Programm ein...  


Das Formentraining

Im Unterricht wird die LNB-Motion Basisform ( im FaYo als SkyFlow betitelt) nach genauer Anleitung gemeinsam durchgeführt. Durch die langsamen und fließenden Bewegungen werden Muskeln und Bänder gedehnt und gekräftigt. 

Die Bewegungen sind auf den natürlichen Aufbau der Knochen und Gelenke abgestimmt - wir bewegen uns also im ursprünglich möglichen Bewegungsumfang der Gelenke. Der Körper wird einmal komplett durchbewegt. Sie spüren bereits bei der erstmaligen Ausführung, wie Ihr Körper sich durch das "Tun" verändert und wie Sie sich danach belebter fühlen.


Die Engpassdehnungen

Mit den Engpassdehnungen fördern wir gezielt die Funktion, Stabilität und Beweglichkeit einzelner Gelenke oder Körperbereiche wie zum Beispiel Schultergelenke, Halswirbelsäule, unterer Rücken, Hüftgelenke, Knie.

 

Die mehrstufigen Dehnungsübungen sorgen für die Entkrampfung der Muskeln und allmählichen Auflösung der Bindegewebs-Verklebungen. Die Strukturen kommen so wieder zu ihrer optimalen Flexibilität und Länge. Das senkt den Gelenkverschleiß und sorgt dafür, dass die individuellen (schädigenden) Bewegungsmuster sich verändern können.

 

Diese Übungen erhalten Schmerzpatienten bei den Behandlungen in der Praxis in spezieller Ausführung. Sie sind auch als "Schmerzfrei-Übungen" bekannt. 

 

Eine Abfolge von ausgewählten Engpassdehnungen unterrichte ich als Bodenform ( im Fayo als EarthFlow betitelt). Empfehlenswert ist es, sie täglich zu Hause zu machen. Damit nehme ich die häufigsten Engpässe des Körpers in die Übungsroutine auf und wirke unterstützend auf ihn ein.


Das Ansteuerungstraining

Hier lernen die Muskeln ihre ursprünglichen Bewegungs- und Reaktionsmöglichkeiten wieder neu kennen. Mangelnde Übung führt zu Schwierigkeiten in der Koordination und der Umsetzung von Bewegungen. Im Alltag und im Sport kommt es zu Ungeschicklichkeiten, Verletzungen und Unfällen.

 

Über die Schulung der bewussten Wahrnehmung von Körperhaltungen und Bewegungsabläufen wird das Nervensystem aktiviert. Über das Üben der gesunden Einzelschritte einer Bewegung geht es zur harmonischen und fließenden Durchführung - früher oder später gehen die neuen Bewegungsgewohnheiten in Fleisch und Blut über.

 

Durch unser Training werden die rechte und die linke Gehirnhälfte besser miteinander verbunden. Erst wenn beide Gehirnhälften aktiviert werden, schöpfen wir unsere Denk- und Verknüpfungsfähigkeiten wirklich aus. Gedächtnisleitung und Konzentrationsfähigkeit verbessern sich sozusagen "nebenbei".